Wie alles
begann…
Im Sommer 2014, an einem ungewöhnlich warmen Donnerstagabend, saßen drei Freundinnen im Garten und beschwerten sich darüber, dass sie zu selten singen.
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Drei Freundinnen, ein Garten
Im Sommer 2014 fand sich eine Handvoll Frauen wieder zusammen, die früher schon einmal gemeinsam in einem Schulchor gesungen hatten. Die Idee war zunächst klein: einmal die Woche treffen, mehrstimmig singen, dabei nicht zu ernst sein. Aus „einmal die Woche“ wurden bald feste Donnerstagsabende; aus drei Frauen wurden sieben, dann zwölf.
Geprobt wurde anfangs im Wohnzimmer einer Gründerin — mit Klavier, viel Kaffee und gelegentlichem Streit darüber, wer welche Stimmlage übernehmen sollte. Repertoire-mäßig war alles offen: ein Lied von Ella Fitzgerald, gleich danach eines von Norah Jones, dazwischen vielleicht ein Gospelarrangement, das jemand mitgebracht hatte.
Die gelben Buchstaben
Zum ersten öffentlichen Auftritt — einem kleinen Sommerfest 2016 — wollte jemand „etwas Erkennbares“ haben. Aus Resten von Sperrholz wurden fünf Buchstaben gesägt, gelb lackiert, und vor das Bühnchen gestellt: P-O-P-U-P. Aus dem Provisorium wurde ein Markenzeichen. Die Buchstaben begleiten den Chor seitdem zu fast jedem Auftritt; bei einem Umzug 2019 hat ein Buchstabe einen Sprung bekommen, der jetzt liebevoll als Beweis für „Authentizität“ gilt.
„Wir hatten nicht vor, einen Chor zu gründen.
Wir wollten einmal singen. Dann blieben wir.“
Heute: 25 Stimmen, ein Klang
Heute ist PopUp ein eingetragener Chor mit rund 25 aktiven Sängerinnen, einer festen Probenstätte im Gemeindesaal am Marktplatz und einem Programm, das sich von Pop und Swing über Jazz bis hin zu mehrstimmigen Gospelarrangements bewegt. Geleitet wird der Chor von Anna-Luisa Kächele, die seit 2021 die musikalische Linie verantwortet.
Pro Jahr gibt der Chor vier bis sechs öffentliche Auftritte — vom Adventskonzert in der Stadtkirche bis zum Sommerkonzert in der Manufaktur. Dazwischen liegen Probentage auf der Schwäbischen Alb, Auftritte bei Stadtteilfesten, und immer wieder spontane Einsätze, bei denen jemand sagt: „Ach, kommt, wir singen das einfach.“
Wenn Sie das hier lesen und schon einmal überlegt haben, wieder zu singen — kommen Sie vorbei. Vorsingen gibt es nicht. Wir freuen uns über jede neue Stimme.

